Das Urchristentum

Alles begann mit Jesu Geburt.
Er wurde durch den römischen Statthalter Pontius Pilates gekreuzigt.
Sein Tod um 30 unserer Zeitrechnung bis zu den Schriften des Apostels Johannes und der Trennung vom Judentum im Jahr 135 werden als Grenze der Epoche des Urchristentums bezeichnet. Die Grenzen sind fließend, sodass die Betrachtung der historischen Ereignisse in den ersten 500 Jahren des Christentums sinnvoll ist.

Der Evangelist Lukas hat als Erster die Jerusalemer Urgemeinde beschrieben.
Nach der Kreuzigung Jesu hatte sich diese erste christliche Gemeinschaft gebildet. Sie bestand aus Frauen und Männern, die als Jünger von Jesus berufen waren, den Menschen die Auferstehung, die Gebote, die Vergebung der Sünden und die Wiederkehr des Messias zu verkünden.
Auf diesem Wege überzeugten sie immer mehr Menschen, Juden und Nichtjuden, von der Botschaft des Jesus von Nazareth. Mit ihrer Taufe traten sie in die Gemeinschaft der Urchristen ein und trennten sich vom vormaligen, meist jüdischen Glauben.

Und das Christentum wurde stärker.
Neue Gemeinschaften entstanden zwischen Rom und Judäa, im östlichen Mittelmeerraum.
Im Jahr 135 endete die Urgemeinde, die Trennung vom Judentum war endgültig.
Überall hin brachten die Missionare die Lehre Christi vom allmächtigen Gott und Vater: von Antiochien im antiken Syrien bis Samaria im Herzen Palästinas, nach Griechenland und Rom, Nordafrika, Kleinasien und Zypern.

Die Christen von damals hatten Konflikte.
Die Judenchristen als Mehrheit der Urchristen stritten mit den Heidenchristen um jüdische Einflüsse. Der Konflikt wurde in einem Apostelkonzil um 45 n. Chr. beendet, das die Taufe als alleinige Voraussetzung zum Eintritt in das Leben als Christ festschrieb. Apostel waren die direkten 12 Gefolgsleute Jesu: Petrus, Andreas, Jacobus, Johannes, Philippus, Bartholomäus, Thomas, Matthäus, Jakobus, Simon, Thaddäus und Judas.
In dieser Zeit entstanden auch die Dokumente des Neuen Testaments.

Judas hatte sich nach seinem Verrat an Jesus selbst getötet. Im Verlauf der Zeit starben die übrigen 11 Apostel, apostolische Väter, die direkten Kontakt zu ihnen hatten, führten die Christen in die Bischofskirche.
Bischöfe waren die Gemeindevorsteher.

Römer waren die Herrscher der damaligen Zeit.
Anfangs hatten sie die Christen als jüdische Gemeinschaft wahrgenommen.
Als sie die Wahrheit erkannten, begannen die Christenverfolgungen.
Die Christen waren eine Gefahr für den römischen Staat und für Judäa, dessen Herrscher Jesus an den römischen Statthalter Pontius Pilates ausgeliefert hatten. Mit der wachsenden Verbreitung des Christentums wurden die Ausschreitungen immer stärker. Erst nach dem Tod des Marc Aurel, der als Kaiser Nachfolger Neros war, kam es zu einer zeitweisen Befriedung der bis dahin lokal begrenzten Christenverfolgungen.

Keine 100 Jahre dauerte diese friedliche Zeit.
250 n.Chr. hatten sich die römischen Kaiser auf den Weg gemacht, das Christentum blutig auszurotten.
Erst 311 wurden die Verfolgungen eingestellt, mit fortschreitender Christianisierung wurde das Christentum Staatsreligion im Römischen Reich.